Die Analyse von Millionen von Unternehmer:innen, die Shopify nutzen, hat gezeigt, dass Gründer:innen häufig einem von fünf Persönlichkeitstypen zuzuordnen sind. Mach unser englischsprachiges Quiz und finde heraus, zu welchem Typ du gehörst: Welche Art von Gründer:in bist du?
Autsch, Ablehnung tut weh. Und zwar richtig. Während du körperlichen Schmerz mit einem Helm oder einem Sicherheitsgurt abfedern kannst, ist der Schmerz von Ablehnung nur schwer zu vermeiden. Irgendwann in deinem Leben wirst du Ablehnung erleben. Das gilt sowohl im Privaten als auch im Business. Diese Unvermeidbarkeit kann dich ausbremsen, deine Träume verzögern oder dich sogar dazu bringen, ganz aufzugeben.
Du kannst nicht in die Zukunft schauen. Du kannst Ablehnung nicht umgehen oder ihr ausweichen. Aber du kannst vorbereitet sein. Und du kannst lernen, wie du mit Ablehnung umgehst, um daran zu wachsen, dich weiterzuentwickeln und gestärkt daraus hervorzugehen. Dafür brauchst du Strategien, mit denen du Ablehnung neu bewertest und sie als Motivation oder Lernwerkzeug nutzt.
Von dem Moment an, in dem du die Idee für ein Unternehmen hast, bist du auf die Akzeptanz anderer angewiesen, um sie zu verwirklichen.
Unternehmer:innen kann Ablehnung einen massiven Strich durch ihre Startup-Pläne machen. Denn ab dem Moment, in dem du eine Geschäftsidee hast, brauchst du die Zustimmung anderer, um sie umzusetzen. Investor:innen, Kund:innen, die Presse oder dein Social-Media-Publikum entscheiden mit. Und trotzdem gilt: Am Ende hast du den Hut auf und triffst die Entscheidungen.
In dieser Ausgabe des Founder’s Zodiac erfährst du, wie du mit Ablehnung umgehst und sie für dich und dein Unternehmen arbeiten lässt. Außerdem erwarten dich konkrete Bewältigungsstrategien, die gezielt auf deinen Persönlichkeitstyp abgestimmt sind.
Du kennst dein Gründerzeichen noch nicht? Dann mach als erstes den Persönlichkeitstest und melde dich an, um Teil der Founder's Zodiac Community zu werden. Du kennst dein Gründerzeichen schon? Dann lies gerne direkt weiter.
Warum Ablehnung gut für dich ist
Es gibt gute Nachrichten, versprochen. Hab dafür einen kurzen Moment Geduld. Zuerst solltest du dir anschauen, warum Ablehnung eigentlich so wehtut.
Studien zeigen, dass das menschliche Gehirn auf soziale Ablehnung ähnlich reagiert wie auf körperlichen Schmerz. Ablehnung fühlt sich also nicht nur unangenehm an. Sie kann auch eine Abwärtsspirale auslösen. Wut, Selbstzweifel und eine vorübergehend schlechtere Entscheidungsfähigkeit sind keine Seltenheit.
Ablehnung erinnert uns daran, dass wir Raum zum Wachsen haben. Sie weckt den Kampfgeist und kann, wenn du sie richtig nutzt, Motivation zum Durchhalten liefern.
Und jetzt wie versprochen zu den positiven Aspekten. Denn Ablehnung kann tatsächlich gute Dinge bewirken, wenn du bereit bist, sie aus einer anderen Perspektive zu betrachten:
- Sie bestätigt deine Ziele. Brennst du nach mehreren Absagen von Investor:innen immer noch für deine Idee? Arbeitest du weiter am Aufbau deines Unternehmens, obwohl die ersten Verkäufe noch fehlen? Deine ehrliche Antwort darauf hilft dir zu entscheiden, ob du auf Kurs bleiben oder deine Richtung anpassen solltest. Wichtig dabei: Überlasse diese Entscheidung nicht anderen.
- Sie lässt dich kleine Erfolge wertschätzen. Autor Stephen King erlebte vor der Veröffentlichung seines Durchbruchromans Carrie eine Ablehnung nach der anderen. Seine Familie lebte am Existenzminimum. Kleine Erfolge, wie der Verkauf von Kurzgeschichten für wenige Dollar, hatten trotzdem eine enorme Wirkung. Sie gaben ihm den Mut, weiterzuschreiben. Den Rest dieser Geschichte kennst du.
- Sie hält dich wach und lernfähig. Ablehnung zeigt dir, dass es noch Entwicklungspotenzial gibt. Sie schärft deinen Blick, stärkt deinen Durchhaltewillen und kann – wenn du lernst, wie du mit Ablehnung umgehst – zu einer echten Antriebskraft werden.
- Sie ist ein großartiger Filter. Schwierige Phasen sortieren dein Umfeld automatisch. Übrig bleiben die Menschen, die dich wirklich unterstützen, an dich glauben und positiv zu deiner Reise beitragen. Alle anderen verlieren an Bedeutung. Auch das ist wertvoll.
Wie du mit Ablehnung umgehst
Egal, ob du Ablehnung im Job erlebst oder einen persönlichen Rückschlag verkraften musst: Es ist leicht, sich zurückzuziehen und die Motivation zu verlieren, es noch einmal zu versuchen. Genau hier entscheidet sich jedoch, wie du mit Ablehnung umgehst. Denn es gibt Strategien, die helfen, negative Gedankenspiralen zu durchbrechen und Ablehnung als Wachstumsimpuls zu nutzen.
1. Überwinde deine Angst vor Ablehnung 🗡
Der erste Schritt ist, die Angst vor Versagen und Ablehnung bewusst anzugehen. Oft existiert diese Angst schon lange, bevor überhaupt etwas passiert. Vielleicht erwartest du die Ablehnung sogar. Du hast zwei Möglichkeiten: Du lässt dich von ihr blockieren oder du nutzt sie, um dich besser vorzubereiten.
Welche Fragen könnten auf dich zukommen? Welche Einwände sind realistisch? Hast du klare, durchdachte Antworten parat? Wenn du Vertrauen in dein Unternehmen mit einem realistischen Blick auf mögliche Ergebnisse kombinierst, kannst du Ablehnung souverän und professionell handhaben.
2. Frame die Ablehnung neu 🖼
Es ist leicht, im eigenen Kopf stecken zu bleiben und jedes „Nein“ zu zerdenken. Schnell entsteht der Eindruck, Ablehnung bedeute, man sei nicht gut genug. Genau hier liegt die Gefahr. Die Versuchung, Ablehnung komplett zu vermeiden, ist groß. Aber sie hilft dir nicht weiter.
Lies jede Absage, jede kritische E-Mail und jede negative Bewertung aufmerksam. Suche gezielt nach konstruktiven Hinweisen. Stelle dir Fragen wie: Was hat diese Entscheidung ausgelöst? Was hätte ich beim nächsten Mal besser machen können? So wird Ablehnung zu einer wertvollen Lernquelle. Du erhältst Feedback, das dir hilft, deinen Ansatz zu schärfen und dich weiterzuentwickeln.
3. Investiere in deine mentale Gesundheit 🧘🏻
Da Ablehnung starke emotionale Reaktionen auslösen kann, ist Selbstfürsorge besonders wichtig. Wenn du lernen willst, wie du mit Ablehnung umgehst, solltest du aktiv in deine mentale Gesundheit investieren.
Es gibt viele Strategien, die helfen, die negativen Auswirkungen von Ablehnung abzufedern. Sprich mit Freund:innen, Familie oder Gleichgesinnten, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Auch Gespräche mit Fachkräften für mentale Gesundheit können helfen, Abstand zu gewinnen und neue Perspektiven zu entwickeln.
Studien zeigen außerdem, dass Bewegung, Zeit an der frischen Luft und Achtsamkeitsmeditation Stress reduzieren können. Sie wirken sich positiv auf dein emotionales Wohlbefinden aus und helfen dir dabei, wieder in deine Kraft zu kommen.
Die Menschen, die an dich glauben, erinnern dich auch daran, warum du wieder rausgehen und es noch einmal versuchen solltest.
4. Reib’ dir nicht selbst Salz in die Wunden 🧂
Dieser Rat klingt vielleicht simpel, ist aber extrem wichtig. Nach Ablehnung neigen viele Menschen dazu, sich selbst zusätzlich unter Druck zu setzen. Wenn du dir den Knöchel verstaucht hättest, würdest du nicht auf ein Trampolin springen. Psychologisch tun wir jedoch oft genau das.
Adrienne Butikofer, Gründerin von OKOKAY, kennt dieses Muster gut. Sie beschreibt es so: Du hast ein paar Tage ohne Verkäufe und denkst sofort: „Oh mein Gott, was mache ich eigentlich mit meinem Leben?“ Genau in diesen Momenten ist es entscheidend, innezuhalten.
Gib dir bewusst Zeit, um dich von Rückschlägen zu erholen. Wenn du verstehst, wie du mit Ablehnung umgehst, erkennst du auch, wann es Zeit ist, deine Wunden zu versorgen, statt sie weiter aufzureißen.
5. Konzentriere dich auf das „Ja" 👍
Ok, jemand hat „Nein“ zu dir gesagt. Das ist erstmal unangenehm, aber im Endeffekt ist es nur eine einzelne Person oder Situation. Lenke deinen Fokus bewusst auf die Menschen, die an dich glauben und dich unterstützen.
Das kann dein Vater sein, deine beste Freundin oder frühere Wegbegleiter:innen. Diese Menschen waren von Anfang an für dich da. Sie erinnern dich daran, warum es sich lohnt, wieder aufzustehen und es noch einmal zu versuchen. Wenn du lernst, wie du mit Ablehnung umgehst, erkennst du auch, wessen Stimmen wirklich zählen.
6. Erhole dich schneller 🏀
Für Unternehmer:innen gehört Ablehnung in jeder Phase dazu. Sie ist kein Zeichen dafür, dass dein Unternehmen gescheitert ist. Sie ist lediglich ein Stolperstein auf dem Weg nach vorne. Sobald du das verinnerlichst, wird es leichter, dranzubleiben. Du grübelst weniger und kommst schneller wieder ins Handeln. Genau hier hilft Übung.
Rachel Thompson, Gründerin von Hampton’s Glow, arbeitete vor der Gründung ihres Unternehmens im Haustür-Vertrieb. An manchen Tagen erlebte sie eine Ablehnung nach der anderen. „Diese Erfahrung hat mich ziemlich furchtlos bei der Kaltakquise und beim schnellen Weitermachen nach einer Ablehnung gemacht", sagt sie.
Bewältigungsstrategien für jedes Gründerzeichen
Was ist der beste Weg, mit Ablehnung umzugehen? Einfach gesagt, ist es der Weg, der am besten für dich funktioniert. Je nach deinem Persönlichkeitstyp bist du vielleicht von Natur aus besser darin, die negativen Auswirkungen von Ablehnung zu vermeiden. Dein Gründer:innen-Zodiak-Zeichen könnte die Geheimnisse enthüllen, um mit Ablehnung wie ein:e Chef:in umzugehen.
👟 Spring zu deinem Zeichen:
- Die Bergsteiger:innen
- Die Durchstarter:innen
- Die Planer:innen
- Die Wegbereiter:innen
- Die Außenseiter:innen
Gründerzeichen im Fokus: Die Bergsteiger:innen
Weil du vermutlich am immunsten gegen die Auswirkungen von Ablehnung bist, bist du in diesem Monat das Gründerzeichen im Fokus, Bergsteiger:in. Deine Sturheit ist nicht immer unkompliziert, wirkt im Fall von Ablehnung aber wie ein Schutzschild. Du hörst vor allem das, was du hören willst. Wenn dir jemand „Nein“ sagt, übersetzt du das instinktiv in „nicht jetzt“.
Dein klarer Fokus auf dein großes Ziel lässt sich nicht von einer kleinen Zurückweisung aus der Bahn werfen. Das ist großartig. Gleichzeitig kann es dir aber schaden, Ablehnung komplett zu ignorieren.
Wie du als Bergsteiger:in mit Ablehnung umgehst
Ablehnung neu zu framen, ist für dich die wirksamste Strategie. Sie liefert dir zusätzlichen Antrieb und noch mehr Motivation, auf dein Ziel zuzusteuern. Du bist zu entschlossen, um ein Nein einfach zu akzeptieren. Das ist grundsätzlich eine Stärke.
Trotzdem solltest du dir einen Moment Zeit nehmen. Überlege, was hinter diesem Nein steckt. Wenn du Ablehnung zu schnell abschüttelst, entgeht dir möglicherweise eine wichtige Lernchance. Zu verstehen, wie du mit Ablehnung umgehst, heißt für dich nicht, deinen Ehrgeiz zu dämpfen, sondern ihn klüger einzusetzen.
Beharrlichkeit ist eine weitere große Stärke von dir. Da Ablehnung an dir oft einfach abperlt, kannst du schnell wieder ansetzen und deinen Pitch erneut platzieren. Genau so ging STIL-Gründerin Marissa Groots mit wiederholten Absagen eines gewünschten Großhandelskunden um. „Sie haben mich, glaube ich, acht oder neun Mal abgelehnt“, sagt sie. „Und beim zehnten Mal sagte jemand: ‚Okay. Schick uns eine Probe, dann schauen wir, was passiert.‘“ Ein paar Wochen später bestellte das Unternehmen 200 Einheiten. Drei Tage später waren sie ausverkauft.
Die Durchstarter:innen
Dein Selbstvertrauen ist ein echter Vorteil im Leben und im Business, Durchstarter:in. Es macht dich zu einem/einer natürlichen Verkäufer:in. Menschen tun sich oft schwer damit, dir Nein zu sagen. Du bist charmant, intelligent und überzeugend. Genau darin liegt aber auch ein Risiko. Wenn du zu sehr von einer Idee überzeugt bist, übersiehst du möglicherweise blinde Flecken. Ablehnung kann dich dann unerwartet treffen.
Wie du als Durchstarter:in mit Ablehnung umgehst
Jetzt geht es darum, ein dickeres Fell zu entwickeln, Durchstarter:in. Mach dich bewusst mit der Möglichkeit von Ablehnung vertraut und trainiere deine Bewältigungsstrategien genauso gezielt wie jede andere Fähigkeit in deinem Werkzeugkasten. Du lernst schnell und liebst Herausforderungen. Nutze das. Antizipiere kritische Fragen und Einwände und sorge dafür, dass du überzeugende Antworten parat hast.
Im Unternehmertum musst du keinen 1,0-Notendurchschnitt haben. Harte Arbeit und Durchhaltevermögen übertreffen jeden genialen Verstand.
Chase Fisher, Gründer, Blenders Eyewear
Chase Fisher, Gründer von Blenders Eyewear, kennt Ablehnung aus eigener Erfahrung. In der Schule hatte er große Schwierigkeiten, was sein Selbstwertgefühl stark belastete. Irgendwann erkannte er jedoch, dass andere Stärken viel wichtiger für ihn waren. Seine natürliche Verkaufsgabe und sein unternehmerischer Antrieb halfen ihm, mit dieser Ablehnung umzugehen und dranzubleiben.
Er baute Blenders Eyewear vom Verkauf von Sonnenbrillen aus einem Rucksack heraus zu einem Unternehmen mit Dutzenden von Mitarbeitenden auf. „Im Unternehmertum musst du keinen 1,0-Notendurchschnitt haben“, sagt Chase. „Harte Arbeit und Durchhaltevermögen übertreffen jeden genialen Verstand.“
Die Planer:innen
Vielleicht fragst du dich: „Warum habe ich so große Probleme mit Ablehnung?“ Mach dir keine Vorwürfe, Planer:in. Der Grund, warum Ablehnung dich stärker trifft als andere Zeichen, ist derselbe Grund, warum du in dem, was du tust, so gut bist. Du kümmerst dich. Sehr sogar. Du kümmerst dich um dein Handwerk. Du bist leidenschaftlich darin, Ideen zum Leben zu erwecken. Du achtest auf Details. Genau deshalb überrascht dich Ablehnung so sehr. Hattest du nicht an alles gedacht? Wie konntest du dieses eine kleine Detail übersehen? Wichtig ist, dass du dir bewusst machst: Ablehnung liegt manchmal außerhalb deiner Kontrolle.
Wie du als Planer:in mit Ablehnung umgehst
Deine innere Haltung ist entscheidend für dich, Planer:in. Du bist sensibel und oft stark in deiner eigenen Gedankenwelt unterwegs. Genau das macht es leicht, in deinem Kopf festzustecken und eine Ablehnung immer wieder zu durchleben. Das kann dazu führen, dass du Ablehnung fürchtest und irgendwann ganz aufhörst, es zu versuchen. Beginne deshalb mit Selbstfürsorge. Es ist völlig in Ordnung, Gefühle nach einer Abfuhr zuzulassen. Nimm dir diesen Raum. Danach darfst du wieder in die Analyse gehen. Schau dir an, wo du möglicherweise falschgelegen hast. Deine analytische Stärke hilft dir dabei, Fehltritte zu erkennen und deinen nächsten Schritt bewusst zu planen.
Du musst eine Weile mit diesem Gefühl sitzen, es sacken lassen und es normalisieren, damit es dir nicht so viel Angst macht.
Roxelle Cho, Gründerin, Fused Hawaii
Als Roxelle Cho ihre Marke Fused Hawaii aufbaute, begegnete sie Ablehnung aus allen Richtungen. Kund:innen mochten ihr Produkt nicht. Gleichaltrige machten sich über sie lustig, weil sie auf Kunsthandwerksmärkten verkaufte, statt einen „richtigen Job“ zu haben. Sie hatte große Angst vor Ablehnung, und wenn sie passierte, tat sie jedes Mal weh. Rückblickend ist Roxelle jedoch überzeugt, dass genau diese Konfrontation notwendig war. „Das braucht es, um eine siebenstellige Marke aufzubauen“, sagt sie. „Du musst eine Weile mit diesem Gefühl sitzen, es sacken lassen und es normalisieren, damit es dir nicht so viel Angst macht.“
Die Wegbereiter:innen
Ablehnung trifft dich besonders hart, Wegbereiter:in, weil das, was du tust, zutiefst persönlich ist. Arbeit und Leidenschaft lassen sich bei dir kaum trennen. Du lebst und atmest dein Handwerk. Wenn du im Business ein Nein bekommst, fühlt es sich deshalb an, als würde jemand deine Persönlichkeit angreifen oder deinen Haarschnitt kritisieren. Das ist verständlich. Gleichzeitig gehört genau das zu deinem Weg. Wenn du neue Pfade beschreitest und Veränderungen anstößt, so wie du es so gut kannst, wird nicht jede:r begeistert reagieren. Viele Menschen fürchten Veränderung und lehnen sie reflexartig ab. Wichtig ist nur eines: Du brauchst kein hundertfaches Ja. Ein einziges Ja reicht, um weiterzugehen. Der erste Schritt ist, dir dieses Ja selbst zu geben.
Wie du als Wegbereiter:in mit Ablehnung umgehst
Wegbereiter:in zu sein, ist oft einsam. Menschen versuchen, deine Ideen kleinzumachen, einfach weil es sie so noch nicht gab. Genau das ist aber auch deine Stärke. Deine Leidenschaft ist spürbar und wirkt ansteckend. Früher oder später setzt sie sich durch. Sei deshalb dein eigener größter Support. Halte die Menschen nah bei dir, die dich unterstützen. Und richte deinen Blick bewusst auf deine Erfolge, auch auf die kleinen. Sie sind der Treibstoff, der dich in Bewegung hält.
Wegbereiter:in zu sein, ist oft einsam. Menschen versuchen, deine Ideen kleinzumachen, einfach weil es sie so noch nicht gab.
Für Roz Campbell, eine Newcomerin im Bereich Damenhygiene, war Ablehnung Teil jedes einzelnen Schritts beim Aufbau von Tsuno. „Ich war sehr naiv“, sagt Roz über ihr erstes Jahr, in dem sie keinen Gewinn machte. Auch von der Presse wurde sie immer wieder abgelehnt. Journalist:innen sagten ihr, ihr Publikum wolle keine „Periodengeschichten“ lesen. Roz ließ sich davon nicht aufhalten. Als Themen rund um Frauengesundheit schließlich die Schlagzeilen dominierten, meldeten sich genau diese Reporter:innen wieder bei ihr. Heute verkauft ihre Social-Impact-Marke weltweit und spendet Gewinne, um die Bildung Tausender Mädchen in benachteiligten Gemeinden zu unterstützen.
Die Außenseiter:innen
Als Außenseiter:in hast du entweder sehr viel Erfahrung mit Ablehnung oder fast gar keine. Beides ist möglich. Deine Persönlichkeit kann angeboren oder durch Erfahrungen entstanden sein. Vielleicht hast du im Berufsleben häufig Ablehnung erlebt. Das hat dich geprägt. Du übernimmst lieber selbst die Kontrolle über dein Schicksal, als anderen diese Macht zu überlassen. Oder du warst schon immer ein einsamer Wolf oder eine einsame Wölfin. Du wächst gern in deinem eigenen Tempo und lernst aus deinen eigenen Fehlern, ohne äußere Einmischung.
So oder so ist Ablehnung für dich vor allem eines: lästig. Deshalb versuchst du wahrscheinlich, Situationen zu vermeiden, in denen sie auftreten könnte.
Wie du als Außenseiter:in mit Ablehnung umgehst
Als Solokünstler:in kannst du Ablehnung lange umgehen, indem du dich ihr gar nicht erst aussetzt. Das hat für dich bisher vielleicht gut funktioniert. Du bist Expert:in in deinem Handwerk. Du erfüllst alle Rollen in deinem Unternehmen selbst und schätzt diese Unabhängigkeit. Niemand stellt deine Motive oder Prozesse infrage.
Ganz abgeschirmt bist du trotzdem nicht. Ablehnung findet ihren Weg oft durch kleine Risse. Das kann eine negative Kundenbewertung sein. Es können Selbstzweifel sein, die sich leise einschleichen. Oder sinkende Verkäufe, weil du dich bewusst nicht an neue Trends angepasst hast.
Für dich gilt besonders: Übung macht den/die Meister:in. Stärke deinen Widerstandsmuskel, indem du dir bewusst hin und wieder Feedback einholst. So bist du vorbereitet, wenn Ablehnung auftaucht, und kannst besser damit umgehen. Genau hier zeigt sich, wie du mit Ablehnung umgehst, ohne dich von ihr ausbremsen zu lassen.
Danyelle Templeton arbeitete in Vollzeit und war Mutter, als sie ihr Unternehmen Hair of Nature gründete. Sie baute alles allein von zu Hause aus auf, benötigte aber Startkapital. Obwohl sie eine vorbildliche Kundin war, lehnte ihre eigene Bank ihren Kreditantrag ab. „Sie haben es so aussehen lassen, als wäre es meine Schuld“, sagt Danyelle. „Ich war zehn Jahre bei dieser Bank.“ Die Erfahrung war schmerzhaft, aber sie machte sie widerstandsfähiger. Schließlich gründete sie ihr Unternehmen mit Unterstützung von Shopify Capital.
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Illustrationen von Alice Mollon





